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BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Ortsverband Immenstaad

Dem Waldkauz, Turmfalke, Schleiereulen und Mehlschwalben gelten die Artenschutzprojekte der Immenstaader BUND-Gruppe. Es gibt auch eine Kindergruppe und weitere Aktivitäten zur Umweltbildung.

Zentrales Anliegen und wichtigstes Naturschutzthema sind derzeit allerdings die Straßenbauplanungen zwischen Markdorf, Meersburg und Friedrichshafen. Die Immenstaader BUND-Gruppe koordiniert hier die Bemühungen der betroffenen BUND-Gruppen um möglichst geringen Flächenverbrauch und Zerschneidung und gute Entlastung der Ortsdurchfahrten durch Technik und Förderung von Alternativen zum Auto.

Themen & Projekte:

Homepage zur B31 in Kürze online

Die BUND-Ortsgruppe Immenstaad erarbeitet gegenwärtig eine Homepage zum B31 Trassenbau, die demnächst öffentlich sein wird. Unter: www.B31-Ausbau-vor-Neubau.de finden Sie viele Informationen und unsere Vorschläge zum Ausbau der B31. Verantwortlich für die Webseite zeichnet sich die BUND-Ortsgruppe Immenstaad in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Ausbau B31 neu“.

Weitere Infos finden Sie hier.

Radtour von Meersburg nach Immenstaad mit Martin Hahn

Der Landtagsabgeordnete der Grünen im Bodenseekreis, Martin Hahn, leitete am Samstag, den 27.04.2019 eine Fahrradtour von Meersburg nach Immenstaad. Ziel der Tour war es, den aktuellen Stand der B31 Neuplanung entlang der Strecke zu veranschaulichen. Dabei wurden auch die Konflikte zwischen Bundesschnellstraße und der Einzigartigkeit der Bodenseelandschaft besprochen.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht der Fahrradtour.

B31 - Ausbau vor Neubau - Entlastung ist machbar

Beim Informationsabend der Umweltverbände BUND, NABU und VCD am 1. März 2018 in Immenstaad wurde vom Verkehrsplaner Wulf Hahn, RegioConsult dargestellt, dass die Entlastung der Bürger und der Umwelt bei Ausbau vor Neubau machbar ist.

Bisher kaum geschützte Wohnbereiche wie Spiegelberg, die Schlösser Hersberg und Kirchberg bekommen nur bei einem Ausbau der bestehenden B31 erstmals einen wirksamen Schutz in Form von städte- / und landschaftsplanerisch verträglichen Lärmschutzmaßnahmen. Tieferlegung der Trasse und ggf. lange Einhausungen bieten sich in „Immenstaads Bergen“ Spiegelberg und Kirchberg eindeutig an.

Der Ausbau auf drei Fahrspuren ist aus planerischer Sicht möglich ohne die großen Verluste von ertragreichen Obst- und Weinanbauflächen, die mit einer neuen Trasse zwangsläufig verbunden sind. Eine zusätzliche Zerschneidung der wertvollen Bodenseelandschaft wird vermieden.

Das Beispiel der Planungen zur B33 bei Allensbach zeigt, dass Einhausungs-Lösungen machbar sind: Wegen des geringen Abstands zur Wohnbebauung von nur 20 m wird die Fahrbahn dort abgesenkt und auf 2170 m Länge eingehaust. Das ist auch in Immenstaad möglich – Spiegelbergbereich und Immenstaad-West Hersberg jeweils auf 500 m Länge und bei Kirchberg nochmals 100 m. Die Streckenabschnitte können geschlossen und evtl. versenkt werden und sind frei von Lärmemissionen. Teilabschnitte mit einer begrünten Überdeckelung können die Trennwirkung der heutigen B31 mindern.

Die entsprechenden Planungen des Straßenbauamtes aus dem Jahre 1988 mit einer Tieferlegung und/oder Einhausung Immenstaad-West und Kirchberg sind richtungsweisend und sollten zum Schutz von Mensch, Landwirtschaft und Umwelt wiederaufgenommen werden. (im Archiv der Immenstaader Nachrichten im Detail nachzulesen). Für die Knoten kommt statt flächenintensiver „Kleeblätter“ eine andere Bauform mit parallel verlaufenden Zufahrtsrampen zum Einsatz („holländische Knoten“), die viel weniger Flächen beanspruchen.

Manfred Walser, von der Beratung Kommunal- und Regionalentwicklung SSWP Ravensburg, moderierte im Anschluß an den Fachvortrag die Fragen und die Diskussion. Es war keine leichte Aufgabe, die Beiträge im Rahmen des vorgetragenen Streckenabschnitts nur auf die Immenstaader Gemarkung zu beschränken. Viele Bürger waren anwesend, die der gescheiterten Bodenseeautobahn A98 noch immer nachtrauern und deshalb vehement eine 4-spurige Bundesschnellstraße fordern. Die Zeiten haben sich aber seit den 80’er Jahren des letzten Jahrhunderts geändert - heute spricht man von neuen Mobilitätskonzepten, von Lärm-, Klima-, Arten-, Biotop- und Landschaftsschutz. All dies muss bei heutigen Straßenplanungen berücksichtigt werden. Eine Verlagerung des Verkehrs auf eine Hinterlandtrasse schafft viele neue Betroffenheiten. Mit einem autobahnähnlichen Neubau werden zudem neue Transit-Verkehrsströme in die sensible Bodenseeregion gezogen.

 

Ortsverband Immenstaad

Klaus Lindemann

Vorstandsmitglied
E-Mail schreiben Tel.: 07545-911155 Fax: 07545-911144

Peter Hecking

Vorstandsmitglied
E-Mail schreiben Tel.: 07545-2234

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