Eberhard Koch, Kreisvorsitzender des BUND fasst zusammen: „Zentraler Baustein für das Erreichen von Klimaneutralität ist die „Energieeinsparung“, wofür sowohl Effizienzmaßnahmen (z.B. im Bereich der energetischen Gebäudesanierung) als auch Suffizienzmaßnahmen (z.B. durch einen bewussteren Lebensstil) erforderlich sind. 50 % des Primärenergiebedarfs müssen eingespart werden!“ Weitere Forderungen, die sich aus der Studie ergeben sind: Der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik muss um den Faktor zehn erhöht werden.
Welche Auswirkungen hat dies auf den Landkreis Konstanz? Da sich Windkraft und PV ergänzen, sind beide Formen der Energieerzeugung wichtig. Wasserkraft und Biomasse können nur wenig beitragen. Um eine klimaneutrale Energieversorgung zu gewährleisten, müssen im Landkreis Konstanz 2-3 % der Fläche für die Windkraft und für Solarparks ausgewiesen werden. Deshalb fordert der BUND, alle Potentiale für eine dezentrale Energieversorgung auszuschöpfen: Nutzung aller geeigneten Dachflächen, PV über Parkplätzen, Agri-PV über landwirtschaftlichen Sonderkulturen und auch Freiflächen-PV.
„Alle 5 möglichen Standorte für Windenergieanlagen, Brand (Tengen), Schienerberg (Höri), Kirnberg (Steißlingen), Rauhenberg (Gailingen) und Staufenberg (Engen) sollten daher weiter auf Eignung untersucht werden“, so Koch. „Der BUND steht für einen naturverträglichen Ausbau der Windkraft. Die
genannten Standorte werden von uns nur dann in Frage gestellt, wenn eine Population geschützter Arten trotz Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Bestand bedroht ist. Die größte Bedrohung für Mensch und Tier ist der Klimawandel!“
Mehr zur Studie: BUND-Klimastudie (unter www.bund-bawue.de)
Rückfragen an Eberhard Koch (Vorstand BUND Kreisverband Konstanz; 07731/977103)
und Antje Boll ( Stellv. Regionalgeschäftsführerin BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben,
01512 6345846)