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BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

BUND fordert bessere Streuobstförderung vom Land

02. Dezember 2019 | Naturschutz

Die Streuobstwiese ist eines der artenreichsten Ökosysteme im Ländle. Trotzdem ist die Streuobstförderung des Landes für viele Landwirte nicht attraktiv genug. Finanzielle Anreize und der Ausschank von Streuobstsaft in öffentlichen Einrichtungen könnten zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen.

„Wenn wir die verbliebenen Streuobstbestände erhalten wollen, dann muss das Pflanzen und Pflegen hochstämmiger Obstbäume wesentlich besser gefördert werden als bisher“. Das betont Ulfried Miller, BUND-Geschäftsführer für die Region Bodensee-Oberschwaben. Er hat dazu einen Vorschlag in die laufenden Verhandlungen der Verbände mit der Landesregierung anlässlich des Volksbegehrens Artenvielfalt eingereicht. Das Ausmähen der Bäume ist mühsam und zeitaufwändig – mit bisher 2,50 € pro Baum fördert das Land diese Arbeit der Landwirte viel zu wenig. Angemessen wäre mindestens eine Verdreifachung dieser Baumprämie, die Landwirte über das Agrarförderprogramm FAKT beantragen können.

Außerdem sollten die Bauern ihre Streuobstbestände als ökologische hochwertige Flächen beim sogenannten „greening“ der EU anerkannt bekommen. Hier muss jeder Ackerbaubetrieb ab 30 Hektar eine Mindestfläche an Öko-Strukturen nachweisen – Streuobstwiesen werden dabei noch nicht berücksichtigt!

Schließlich kann die öffentliche Hand den Konsum von Streuobstprodukten ankurbeln. Streuobst-Säfte müssen in allen Einrichtungen des Landes, der Landkreise und Kommunen wie zum Beispiel Universitäten, Schulen, Kliniken, Rathäuser, Gemeindehäuser und Landesgartenschauen erhältlich sein. Das alles würde den Landwirten helfen, diese für den Naturhaushalt und die Artenvielfalt so wichtigen Lebensräume zu erhalten und zu pflegen, fordert Ulfried Miller vom BUND.

 

 

 

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